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Individuelle Grabgestaltung

Die Bestattungskultur hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt, ein Trend hin zu individuellen Grabmalen ist zu beobachten. Dieser Trend steht im Gegensatz zur anonymen Bestattung, die in vielen Regionen wieder rückläufig ist.

Bei der Gestaltung treten seit einiger Zeit christliche Zeichen, Motive und Worte in den Hintergrund, moderne Formen, weltliche Zeichen und Symbole hingegen spielen eine immer wichtigere Rolle. Hinterbliebene wollen stärker mitgestalten als früher. Nicht zuletzt ist die Mitwirkung an der Gestaltung des Grabmals auch ein Teil der Trauerarbeit. Viele begreifen sie als einen letzten Dienst am Verstorbenen. Bei Auswahl und Gestaltung spielt der Preis für viele Hinterbliebene nicht die zentrale Rolle. Wenn Produkt und Angebot überzeugen, wählen Kunden durchaus anspruchsvoll gestaltete Grabmale, die die Einzigartigkeit des Verstorbenen zum Ausdruck bringen. Dabei werden vermehrt regionale Natursteine aus Deutschland und Europa nachgefragt, eine Entwicklung, die auf einen bewussteren Lebensstil vieler und das ökologische Umdenken allgemein zurückzuführen ist.

Auch die Friedhöfe öffnen sich für neue Gestaltungsmöglichkeiten. Die Reglementierungen sind mittlerweile weniger streng. Neue, von Steinmetzmeistern gemeinsam mit Friedhofsgärtnern und -verwaltungen entwickelte Konzepte wie Memoriam-Gärten und Themengrabanlagen wurden bereits in vielen Gemeinden umgesetzt oder werden derzeit diskutiert.

Diese zeitgemäßen Angebote finden Anklang bei vielen Hinterbliebenen, die Nachfrage ist groß. Die Resonanz ist so positiv, dass viele Gemeinden die Umsetzung ähnlicher oder weiterer Angebote planen. Eine Herausforderung sind kleinflächige Urnengräber, denn hier ist der Gestaltungsspielraum naturgemäß begrenzt. Trotzdem muss es nicht zwangsläufig die einfache Platte mit Namen und Lebensdaten sein. Auch im Kleinen ist Kreativität und Individualität möglich.

Viele Anregungen gibt es unter www.bivsteinmetz.de und www.natursteinunikat.de im Netz.

 

 

Tag des Friedhofs am 9.10.2015

Friedhof für alle: Unter diesem Motto stand am 9.10.2015 der Tag des Friedhofs in Sindelfingen. Auf dem Burghaldenfriedhof stellten Bestatter. Gärtner und Steinmetze ihre Arbeit und ihre Angebote vor. "Der Tag des Friedhofs ist aber auch eine Plattform zur Vermittlung von Informationen zum Thema Tod insgesamt", sagt Helmut Knoch, Leiter des Amts für Grün und Umwelt im Sindelfinger Rathaus.

 

Offene Werkstätten: Der Sindelfinger Steinmetz Peter Volz sitzt vor einem Grabstein und demonstriert, wie viel Fingerspitzengefühl es braucht, um mit einem kleinen Presslufthammer Buchstaben in den Stein zu zaubern. Volz und seine Kollegen Norbert Beck und Björn Bauer aus Böblingen, Florian Kraus und Howard Schwämmle aus Magstadt sowie Hans-Joachim Mundinger aus Calw-Stammheim haben zudem eine Auswahl an verschiedenen Grabsteinen mitgebracht. „Wir wollen zeigen, wie breit die Palette ist“, sagt Volz.

In der großen Aussegnungshalle ist Margarete Hooge, Inhaberin von Blumen Klauss in Maichingen, etwas ratlos. Nur spärlich kommen am Nachmittag die Besucher und schauen zu, wie Hooge einen Kranz bindet. Nur gelegentlich bleibt jemand stehen und lässt sich von ihr oder von den anderen Gärtnereien Hartenbauer, Stach und Mornhinweg über die vielen Möglichkeiten der Grabbepflanzung und -pflege beraten. „Vielleicht ist das Wetter zu gut“, rätselt Margarete Hooge.

Neben den Bestattungsunternehmen Göpper und Maurer, Kaiser, Sommerer und Rühle ist auch die SZ/BZ mit einem Infostand vertreten. „Ende des Monats geht unser neues Online-Trauerportal an den Start“, sagt Werbeberaterin Sabine Marozzi. Neben Traueranzeigen werden dort auch persönliche Gedenkseiten möglich sein. Zudem bietet die Seite umfassende Informationen und Adressen zu den Themen Bestattung und Grabpflege.

 

Hier einige Einblicke:

Tag des Friedhofs

Sonntag, 9.10.2015

 

Heidi Mornhinweg
Gärtnerei Mornhinweg in Darmsheim