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Trauerbegleitung und Seelsorge

Es gehört zu den Aufgaben einer christlichen Gemeinde, Menschen in besonderen Situationen Begleitung und seelsorgerliche Hilfe anzubieten. Das Gespräch vor einer Beerdigung ist nicht nur die Besprechung inhaltlicher und organisatorischer Fragen, sondern Raum zu reden, zu weinen, zu klagen.

Christliche Seelsorge begleitet die Menschen bei ihrer Trauerarbeit weit über die Beerdigung hinaus. Die vielseitigen Angebote in Sindelfingen bieten Raum, die Trauer zuzulassen, darüber zu sprechen, sie mit anderen Menschen, die Ähnliches erleben, zu teilen. Jeder Mensch trauert auf seine Weise und niemand kann uns unsere Trauer abnehmen. Trotzdem ist es heilsam, auf dieser schweren Wegstrecke ein Stück Gemeinschaft zu erfahren. Sie sind herzlich eingeladen, an den Gesprächskreisen, Vorträgen und Treffen teilzunehmen.

  • Gedenkfeiern an Allerheiligen, Allerseelen, Totensonntag
  • Gedenkfeiern für die Kleinsten der Kleinen
  • Trauergruppe „Eltern im Schatten“, Haus der Familie, Sindelfingen
  • Gesprächsgruppe für Trauernde, Haus der Familie, Sindelfingen
  • Gottesdienste für Trauernde
  • Trauer-Café „Lebenskaffee“, ökumenischer Hospizdienst
  • Vorträge und Seminare
  • Einzelbegleitung
  • Krankenhaus-Seelsorge im Klinikum Sindelfingen–Böblingen

Genaue Informationen finden Sie hier.

Adressen

Hospizdienst

Begleitung kranker und sterbender Menschen und ihrer Angehörigen

Der Ökumenische Hospizdienst setzt sich dafür ein, die Themen „Abschied, Sterben und Tod“ gesellschaftlich wie auch persönlich als einen Teil des Lebens anzunehmen. Träger des Hospizdienstes im Kreis Böblingen ist der evangelische Kirchenbezirk mit den katholischen Kirchengemeinden.

 

Viele der ehrenamtlich tätigen Hospizhelfer und Hospizhelferinnen wissen aus eigener Erfahrung um den „Ausnahmezustand“, wenn schwere Krankheit und der nahende Abschied plötzlich oder allmählich in den Lebensalltag einziehen. Eine Zeit, in der sowohl die sterbenskranken Menschen als auch die Angehörigen körperlich und psychisch-geistig stark gefordert sind. Der Hospizdienst hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, diese Menschen in der Zeit des Abschiednehmens zu begleiten.

Da dieses Schicksal auch junge Familien mit einem schwer kranken Kind betrifft, gibt es seit 2007 zusätzlich den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst auf Landkreisebene. Im Jahr 2011 waren insgesamt rund 90 ehrenamtliche Hospizhelfer tätig. Sie kommen sowohl zu den Menschen nach Hause und ins Altenheim oder ins Krankenhaus. Die Ehrenamtlichen bringen unterschiedliche berufliche Erfahrungen mit, werden auf den Dienst vorbereitet und sind unterschiedlich alt.

Der Ökumenische Hospizdienst setzt sich dafür ein, dass Menschen im Sterben nicht ungewollt allein sein müssen und ihr Anspruch auf größtmögliche Lebensqualität bis zum Tod erfüllt wird. Das ersetzt nicht die Zuwendung von Angehörigen, Freunden und auch nicht das Pflegepersonal.

Ein weiteres Anliegen ist, offen für Gespräche zu sein und sich den Themen „Krankheit, Sterben, Abschiednehmen, Tod“ zu stellen. Dies geschieht durch genaues Zuhören und durch Gespräche, in denen vertraulich alles ausgesprochen werden kann, was einem in dieser Lebenssituation wichtig ist. Auch wird unterstützt, falls es noch etwas zu regeln gibt, wie zum Beispiel ein versöhnendes Gespräch mit Verwandten oder Freunden.

Es werden Zeiten der Betreuung übernommen, damit die Angehörigen sich ausruhen oder Besorgungen machen können mit der Gewissheit, die kranken Menschen sind in dieser Zeit nicht alleine. Unabhängig von Herkunft, Religion, Art der Erkrankung oder sonstige Lebensumstände können alle Menschen den Hospizdienst in Anspruch nehmen. Die Dienste sind kostenfrei.

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